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Alles bleibt anders


In einer Änderung des bekannten Wortes von Georg Christoph Lichtenberg: „Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen, es muss anders werden, wenn es gut werden soll“, startet der WFVD in das neue Jahr. Also auf in den neuen Zeitabschnitt.


Wer prüft den Prüfer?


Gleich zu Beginn stand ein immanenter Auftakt in Berlin mit dem WFVD-Symposium „Überprüfung brandschutztechnischer Einrichtungen durch Sachkundige/ Sachverständige - Anforderung und Realität“. Zur Erinnerung: In Bad Dürkheim hatte Norbert Jetten alle, die sich sicher glaubten, aufgeschreckt. An realen Beispielen warf er damals die Frage auf, wer denn den Prüfer prüft? Als Referenten eingeladen zur Fachtagung in Berlin wurden alle, die irgendwie mit dem Thema zu tun haben. Deshalb waren die Hersteller genauso gefragt wie die Prüfer, die Aufsichtsbehörden und Rechtsberater oder eben die, die betriebliche Verantwortung haben. Wir wollten ins Gespräch kommen, nicht aber irgendjemanden anklagen. Resumee: Wieder einmal haben wir für ein Thema Sensibilität geschaffen und wieder einmal sind wir mit dem Vorsatz nach Hause gegangen, dass wir das prüfen müssen und dass wir weiter reden müssen. Letzteres hat der Fachbereich Vorbeugender Brandschutz übernommen und wir bleiben gespannt, was an konkreten Handlungshilfen entstehen wird. Nur so schließt sich der Kreis. Dem Fachbereich sei Dank für einen erneut gelungenen Auftritt; Bernd Antekeuer und den Seinen sei Dank für die bewährte Betreuung. Ausführliche Informationen zum Symposium erfolgen in der üblichen Form in der WF-Info.


Wer achtet auf Standards?


Ebenfalls zu Beginn des Jahres trafen sich alle, die mit dem Ausbildungsberuf zu tun haben, bei der Industrie- und Handelskammer Köln zum Erfahrungsaustausch. Zur Erinnerung: Die IHK Köln ist die sogenannte „Leitkammer“ für das Berufsbild Werkfeuerwehrmann/-frau, was aber nichts mit Leitung – etwa über die anderen IHK – zu tun hat, sondern Koordinierungsarbeit z. B. bei den notwendigen Prüfungen beinhaltet. Interessant für alle Beteiligten ist die Frage, wieviel Auszubildende denn in Zukunft erwartet werden? Alle Kalkulationen, die vormals der Entwicklung des Berufsbildes zugrunde lagen, sind übertroffen. Spätestens seitdem die Berufsfeuerwehr Frankfurt mit der Ausbildung zum Werkfeuerwehrmann begonnen hat oder die Berufsfeuerwehr Hamburg die Absicht verkündet im nächsten und in den Folgejahren große Stückzahlen auszubilden, ist die Frage, ob der Aufwand für den Beruf lohnt, obsolet. Nun kommen wir von der anderen Seite, denn die großen Mengen an Auszubildenden insgesamt bringen Fragen auf, wie und wo wir denn dann in bewährter Organisation des dualen Bildungssystems ausbilden? Um nur zwei Themen zu nennen: Die bisherigen Berufsschulen und auch die bisherigen Prüfungsausschüsse sind schon jetzt an der Kapazitätsgrenze. Das zeigt, dass das Ansinnen der öffentlichen Feuerwehren, den Namen des Berufsbildes zu verändern, das kleinste Problem ist. Wir benötigen – das sei mir erlaubt – den gemeinsamen Auftritt. Der WFVD steht dafür in allem bereit, wird aber darauf achten, dass die Standards wie Form und Inhalt des Berufsbildes nicht verändert wird – das wäre gegen Interessen der Industrie. Hamburg und Frankfurt machen es dann richtig. Bei allen Aktionen suchten sie die Nähe zu den Werkfeuerwehren und setzen auf den Erfahrungen der betrieblichen Wehren auf. Eine Vorgehensweise, die allen zu empfehlen ist, die sich für diese Art der Nachwuchsbeschaffung interessieren. Wer uns fragt, bekommt Antworten, wer nicht…… .

 

Wer kümmert sich um Zukunft?


Da hatten wir schon zweimal in Bad Dürkheim die Tür zur nächsten industriellen Revolution aufgemacht. Im Auftrag wurde auch die Feuerwehrwelt auf die Spur gebracht und beim Deutschen Feuerwehrverband (DFV) für den gemeinsamen Auftritt geworben. – Was aber kommt nun heraus aus dem Aufruf, sich zu kümmern, aus der Initiative zur Digitalisierung, damit die die Feuerwehr platziert ist? Was passiert eigentlich mit unserem Aufruf an die Feuerwehren, sich des Themas anzunehmen?


Der DFV hat nach der Vorstellung im Frühjahr 2017 einen Fachbereich begründet, der im Frühjahr 2018 zum ersten Mal zusammenkommt. In dem neuen Fachbereich „Leitstellen und Digitalisierung“ ist auch ein versierter Vertreter des WFVD dabei und es bleibt abzuwarten, wo die Schwerpunkte der Arbeit liegen werden. Erkennbar benötigen wir viel Zeit, um etwas zu bewegen, dabei „rollt da etwas auf uns zu, das an Durchschlagkraft alles in den Schatten stellen wird, was wir bisher schon auf unserer digitalen Achterbahnfahrt erlebt haben“ wie erst kürzlich im Netz zu lesen war. Also Angst machen vor dem Großen? Ich denke, es ist viel wichtiger, im Kleinen zu beginnen, und so glaube ich, dass bei vielen unserer Wehren das Thema längst angekommen ist. Was halten Sie davon, die Aktivitäten zu bündeln und ganz im Sinne der Digitalisierung, Transparenz über all die Lösungen zu schaffen? Das schreit nach Workshop zum Thema und führt zur Bitte um reichliches Mittun. Konkret werden wir anläßlich der Frühjahrssitzung der Landesleiter einen Vorschlag erarbeiten, wie eine solche Bündelung aussehen kann. Wir werden darüber berichten und bauen auf Ihre Unterstützung!


Wer kümmert sich in Zukunft?


Wie schon mit Bedauern berichtet, kommt nun die Zeit ohne Geschäftsführer in Persona Bernd Antekeuer und entsprechend sind Umsetzungen bekannt zu machen. Und auch Robert Langendorf gibt den Staffelstab in der Öffentlichkeitsarbeit ab. Aufsetzend auf dem Motto des Artikels „Alles bleibt anders“ sind Änderungen zu erwarten, wenn sich niemand mehr hauptsächlich als Ansprechpartner auszeichnet. Dennoch wollen und müssen wir Bestand sichern. Deshalb hat der WFVD mit dem Deutschen Feuerwehrverband gesprochen und dieser stellt administrative Dienste zur Verfügung. Sitz und Kontaktanschrift des WFV-D gehen nun vom Saarland nach Berlin. Anschrift und Telefonnummer werden in Kürze mitgeteilt. Deutliche Bitte aber an alle: Der DFV wird lediglich Kontaktanfragen annehmen und diese weiterleiten an benannte Vertreter des Vorstandes. Ansprechpartner in allen Fachfragen ist der WFVD-Vorstand in bekannter Aufgabenteilung. Die Funktion eines Kassenwartes wird ebenfalls vergeben und durch Jürgen Warmbier gesteuert. Nach intensiver Diskussion um zukünftige Ausrichtung des WFVD steht der Vorstand auch nach den Wahlen im Frühjahr geschlossen weiter zur Verfügung. Selbstverständlich im Auftritt des WFVD sind die Symposien und Messeauftritte, sie bleiben als Projekte bestehen, halt ein wenig anders organisiert. So steht der Termin für Bad Dürkheim mit dem 18.-19. September 2018 genauso fest, wie der nächste Termin zum Symposium in Berlin (24.-25. Januar 2019). Die Termine 2018 und 2019 sind gesetzt und können notiert werden. Lediglich Ansprechpartner und Procedere zur Anmeldung ändern sich. Zukünftig, für Bad Dürkheim konkret ab Ende März 2018, erfolgt die Anmeldung online über die Internetseite, sicher ein neuer Weg. Achten Sie bitte dort auf entsprechende Änderungen. Wir hoffen bei allem Neuen auf Ihr Verständnis und Unterstützung.

Wir sind ob geänderter Anforderungen in verschiedenen Bereichen gezwungen zur Handlung, scheinbar alternativlos, aber man wird nach unbekanntem Dichter nie neues Land entdecken, wenn man immer das Ufer im Auge behält. So ist es gemeint mit dem „alles bleibt anders“.

Ihr Raimund Bücher