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Wir brauchen nicht alles Bewährte über Bord zu werfen. Aber Erneuerung tut Not, schon um das Bewährte für die Zukunft zu sichern.

Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel, bekannte schon Charles Darwin. Das gilt auch für den Verband mit seinen ausnahmslos ehrenamtlichen Mitgliedern, gleich ob im Bund oder in den Landesvertretungen.

Das Ehrenamt als soziale Erscheinung ist wie vieles Andere gesellschaftlichen Veränderungsprozessen ausgesetzt. Analog zum gesellschaftlichen Wandel wirken sich veränderte individu- elle ebenso wie institutionelle gesellschaftliche Bedingungen auf ehrenamtliches Engagement aus. Vielfach wird ein Wandel der Motivation Ehrenamtlicher von selbstlosem Handeln für andere zu einer neuartigen Verbindung von sozialem Engagement, politischem Veränderungswillen, Selbstbetroffenheit und Selbstverwirklichung beschrieben. Deutlicher als früher wird nach persönlichem Nutzen, nach Anerkennung, Spaß, Kontak- ten und Gemeinschaft mit anderen sowie nach einer subjektiv befriedigenden, sinnvollen Tätigkeit gefragt. Die vielfältig wachsenden Möglichkeiten von individueller Freizeitgestaltung und schlichtweg eine andere Wertung zur Verfügung stehender Zeit – Gründe des Wandels sind es viele. Wir als WFV-D merken es an geringem Zuspruch bei allen Aufrufen zur Mitarbeit. Wenn dann auch Unternehmen die Freigabe potentieller Kandidaten verweigern, wie zuletzt vorgekommen, schreit es nach Reaktion. Erneuerung tut Not, oder zumindest Überprüfung der ehrenamtlichen Arbeit, die wir tun. So stand es auf der Agenda des Vorstands, als er sich zum wiederholten Mal der Strategie des Bundesverbandes widmete. Wo gibt es sonst einen Interessenverband, der derartig Erfahrungen in Gefahrenprävention und Gefahrenabwehr, in Notfallmanagement und Business Continuity, im Umgang mit Risiken und Kosten und in der Sicherung wertschöpfender Tätigkeiten hat? Wo gibt es sonst ein derartig um- fangreiches Netzwerk von Fachleuten aller Industriebranchen mit der Kompetenz zur Risikominimierung und Kostenbewältigung im betrieblichen Brandschutz? Wo findet ein „Unternehmer“ vergleichbare Unterstützung in Brandschutzthemen zum rechtssicheren Betrieb? In diesem Bewusstsein wollen wir die Kooperation mit den Unternehmen intensivieren und jetzt und in Zukunft den betrieblichen Brandschutz noch mehr gemeinsam gestalten.

In der ersten Ausgabe II/2017 war es schon angekündigt: „Veränderungen überall, auch im WFV-D. Verdiente Kollegen werden bald abdanken – die Suche nach Mitstreitern wird drängender. Über Entwicklungen werden wir natürlich zeitnah und geordnet berichten.“ Nun wird es konkret. Allen voran beschäftigt uns, dass unser Geschäftsführer Bernd Antekeuer um einen Nachfolger bittet. Der Bedarf ergibt sich im März 2018. Und auch der langjährige Vorsitzende des Fachbereichs Öffentlichkeitsarbeit Robert Langendorf bittet um Entlastung zum gleichen Zeitpunkt. Wir danken ihnen für unermüdliches Tun im Sinne und zum Wohl des Verbandes. Auch wenn wir das Ausscheiden der Kollegen bedauern, es gilt, nicht alles Bewährte über Bord zu werfen, - das brauchen wir nicht. Der Vorstand hat sich des Themas in seiner Vorstandssitzung im Juli 2017 mit dem Ansatz, Zukunft zu sichern, angenommen. Denn nicht nur der Geschäftsführer ist zu ersetzen, auch die Geschäftsstelle wird umziehen müssen. Als Erstes geht also ein Ruf in die Republik: Wir brauchen einen Geschäftsführer – die Abfrage an die Landesverbände ist ergangen.

Unabhängig davon, welches Ergebnis kommt, Ansprechpartner für die Themen im Betrieblichen Brandschutz bleiben wie gehabt:

Christoph Wachholz – Industriekontakte

Rolf Fünning – Behörden, Öffentlichkeitsarbeit

Jürgen Warmbier – Ausbildung, Demographie

Raimund Bücher – für’s Ganze und für den Rest.

Wir wollen und werden Bewährtes erhalten:

– Information über die WF-Info und deren Ableger auf der Internetseite u.ä.

– die Präsentation und Öffentlichkeitsarbeit mittels Messeauftritte

– die Netzwerkpflege und Facharbeit in Symposien

– die Expertenarbeit und Meinungsbildung in Fachbereichen

– die Interessenvertretung in Gremien aller Art und vieles andere. So mag sich die Organisation ein wenig verändern, das Bewährte – die Interessenvertretung im Betrieblichen Brandschutz – bleibt für die Zukunft sicher. Nochmals ein herzliches Danke- schön für ehrenamtliches Tun, das seines Gleichen sucht. Auch wenn in diesem Jahr eine Art Sommerloch wahrzunehmen ist, hier noch ein wenig Aktuelles: 

 

Ausbildungsberuf

Das Berufsbild bleibt eine Erfolgsgeschichte. Wie berichtet, startet die Berufsfeuerwehr Frankfurt in diesem Jahr mit der Ausbildung zum/-r Werkfeuerwehrmann/-frau. Da auch die Zahl der ausbildenden Betriebe in der Industrie zunimmt, ist die Frage nach Zukunftsfähigkeit wohl endlich beantwortet. Jetzt gab es, initiiert durch eine Vortragsveranstaltung des WFV Nord, weitere freudige Kunde. Die Berufsfeuerwehr Hamburg will im nächsten Jahr beginnen – unterstützende Gespräche haben stattgefunden. Auch aus Offenbach kommt die Information über die Gazetten, dass die Berufsfeuerwehr ebenfalls diesen Weg der Nachwuchsgewinnung auftun will. Eine Idee setzt sich durch, insofern ist Wandel doch auch gewollt. Gut beraten ist jeder Ausbildungswillige, wenn er die Erfahrungen der Unternehmen mit Werkfeuerwehren nutzt. Das Berufsbildungsgesetz hat halt ein paar Rahmenbedingungen, die es zu beachten gilt. Letztlich können nicht verordnungskonforme Ausbildungen vermieden werden, wie Diskussionen mit dem einen oder anderen Anbieter, der Personal für Werkfeuerwehren ausbilden will, zeigen. Weitere Veränderungen sind zu erwarten, wenn etwa ehrenamtliche und berufliche Feuerwehrausbildung eine Angleichung erfahren. Unserer Meinung nach gilt, Bewährtes wird nicht über Bord geworfen. Wir achten darauf, dass nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden.

 

ASR A 2.2

Der Arbeitskreis zur Bearbeitung des letzten Standes der ASR A 2.2 traf sich Ende Juli 2017 zum letzten Mal, um die noch ver- bliebenen Einsprüche zum letzten Entwurf zu bewerten und etwaige Änderungen ausführlich zu begründen. Wieder bleibt danach abzuwarten, wie das zuständige Ministerium die Entscheidungen der Experten wertet. Neben der eigentlichen Arbeit wurde der gleiche Kreis unabhängig von seinem eigentlichen Auftrag Anfang Februar um eine Positionierung zur Löschspraydose gebeten.

Erneuerung tut Not, Chance genutzt: Alle, die im Thema aus Brandschutzsicht diskutieren, waren zur Positionierung aufgerufen und sie haben auch geliefert. Wer nun aber den Schluss vollzieht, wenn doch schon die Positionierung zum Thema im gleichen Expertenkreis aufkommt, müsste das doch auch Einfluss auf die Texte der ASR A 2.2 hergeben – hat weit gefehlt. Wer das erwartet, kann nur enttäuscht werden. Der Expertenkreis wurde vom Ausschuss für Arbeitsstätten (ASTA) lediglich gebeten, einen Standpunkt zum Einsatz von Löschspraydosen in Arbeitsstätten zu erstellen, der ggf. als Erkenntnis des Ministeriums (BMAS) bekannt gemacht werden soll. Grund für die Sichtweise des ASTA: Für Löschspraydosen gibt es nach dem ASTA bis jetzt keine Norm und somit ist der Stand der Technik nicht gegeben. Deshalb wird eine Bezugnahme in der ASR A 2.2 eigentlich abgelehnt. Eigentlich, ja, denn im Arbeitskreis bot sich dann doch die Möglichkeit zur Diskussion um die Löschmitteleinheiten und daraus folgend um Löschspraydosen. Das Ergebnis – bitte Vorsicht – im Entwurf, er kann noch in weiteren Gremien gekippt werden: „Für die Grundausstattung werden nur Feuerlöscher angerechnet, die jeweils über mindestens 6 Löschmitteleinheiten (LE) verfügen. Ergänzung: Für die Grundausstattung bei normaler Brandgefährdung können auch Feuerlöscher angerechnet werden, die jeweils nur über mindestens 2 LE verfügen, wenn – sich hierdurch eine Vereinfachung in der Bedienung, z.B. durch mindestens 25% Gewichtsersparnis je Feuerlöscher, ergibt; – die Zugriffszeit, z.B. durch Halbierung der maximalen Entfernung zum nächstgelegenen Feuerlöscher nach Punkt 5.3, reduziert und – die Anzahl der Brandschutzhelfer nach Punkt 7.3 verdoppelt wird.“ Zum Einsatz der Löschspraydosen soll es dann ein Informations- schreiben des BMAS geben.

 

 

... und ASR A 2.3

Auch die gerade überarbeitete ASR A 2.3 (Technische Regeln für Arbeitsstätten Fluchtwege und Notausgänge, Flucht- und Rettungsplan) liefert Stoff zur Diskussion. Die Erstausgabe stammt im Übrigen aus dem Jahr 2007 und in letzter Änderung in 2017 erfuhr die Regel auch nur formale Anpassungen. Sei ́s drum: Wenn in der ersten Ausgabe der WF-Info 2017 mit der Frage „Selbstrettung vor Fremdrettung“ der grundsätzliche Gedanke der ASR vorgestellt wurde und organisatorische Maßnahmen in Vorbereitung auf etwaige Ereignisse empfohlen wurden, hat doch niemand gefordert, dass jetzt auch Evakuierungshelfer ausgebildet werden müssen. Hier die klare Botschaft: Wir wollen keine weiteren Ausbildungen!

Da gewerbliche Anbieter verstärkt für viel Geld Ausbildungen zu solch einem Evakuierungshelfer anbieten, hat die DGUV im Sachgebiet Betrieblicher Brandschutz unter unserer Beteiligung die in dieser Ausgabe angehängte Gegendarstellung und Stellungnahme geschrieben. Unter der Frage „Sind Evakuierungs- helfer im Betrieb notwendig?“ gibt es die unmissverständliche Aussage: „... zusätzliche Ausbildung und Bestellung von Evaku- ierungshelfern in den Unternehmen ist nicht zielführend.“

 

... zum guten Ende

Auch der Letzte müsste verstanden haben, dass Arbeitsschutz und Brandschutz nicht zu trennen sind. Ist es dann nicht folgerichtig, wenn wir erneut auf der Arbeitsschutz- und Gesundheitsschutz-Messe A+A vertreten sind? In der Zeit vom 17. bis 20. Oktober öffnet die Messe Düsseldorf ihre Tore. Wir zeigen in diesem Jahr aus dem Themenbereich „Arbeiten in Behältern und engen Räumen“ genau die Schnittstelle zwischen Vorbereitung und Prävention in Verantwortung bei Betrieb und Arbeitsschutz auf der einen, und Intervention durch Werkfeuerwehr im Ereignisfall auf der anderen Seite. Außerdem schreit das Thema 4.0 nach Öffentlichkeit und Präsentation. Mit potenten Partnern stellen wir das ein oder andere Thema zur Frage und Diskussion. Wir zählen auf Sie als Mitstreiter oder als Besucher. Bewährtes ändert sich dann nicht. Ich freue mich darauf, Sie alle hier oder da zu treffen.

 

Ihr Raimund Bücher

 

„Und nicht vergessen: Immer schön geradeaus im Hin und Her, sonst läuft man ja im Kreise!“

Der Standpunkt

Ein stetes Hin und Her – so könnte man das Leben im Jahr 2017 beurteilen. Haben Sie auch den Eindruck eines steten Wankens? Wie anders sollten wir das beschreiben? Es mag doch scheinen, dass wir alle auf schwerer See segeln. Manch einer hat dabei einen kaputten Kompass und segelt auf Sicht. Daher kommt der Ansatz des neuen Standpunktes „Immer schön geradeaus im Hin und Her…“ nicht von ungefähr.

Im brodelnden Strudel der Veränderung droht uns allen die Gefahr, sich angesichts der politischen Großwetterlage von der Wahrnehmung einer dauerhaften Universalkrise komplett vereinnahmen zu lassen. Kein Bereich des Lebens scheint ausgenommen. Über den gesamten Erdball verteilt, ob in Industrienationen oder in Schwellenländern, überall finden politische Umwälzungen statt. Manches Gewohnte und Etablierte ist aufeinen Schlag anders. Das Laute und Polternde nimmt scheinbar mehr und mehr Platz ein. Einige Lautstarke machen sich die Unsicherheit zu Nutze und können damit scheinbar sogar Stimmen bei Wahlen gewinnen. Unsicher bleibt, ob Protest ohne Konzept tragfähig ist, denn irgendwann werden auch diese Bewegungen zur Verantwortung gezogen.

Einige Verblendete wollen Umwälzungen in anderer Art vorantreiben und bringen kriegerisches Handeln, gar Terrorismus auch in unsere Gefilde. Waffengewalt und rücksichtsloser Umgangmit Menschenleben – Unsicherheit steigt angesichts der Geschehnisse zu Silvester in Köln im Vorjahr und enden in Fassungslosigkeit bei Ereignissen in München oder in Berlin am Breitscheidplatz.

Auch das Wirtschafts- und Arbeitsleben verändert sich immer schneller und grundlegender. Die digitale Transformation verändert das sicher Geglaubte. Studien, die Auswirkungen auf die Arbeitswelt durch die 4. Industrielle Revolution betrachten und den Wegfall bisheriger Arbeitsplätze prognostizieren, produzieren ebenfalls Unsicherheit und Ängste. Befeuert wird dieses zuweilen an Ohnmacht grenzende Gefühl von den immer schneller und globaler reagierenden Medien, darin Meldungen wiederum von immer größeren Teilen der Bevölkerung – und der Politik – als fake news verschrien werden.

All das Hin und Her steigert die Verdrossenheit, und letztlich leidet die gegenseitige Glaubwürdigkeit aller gesellschaftlichen Akteure. Ist das der Grund, warum Einsatzkräfte, die doch helfen wollen, in ihrer Arbeit behindert, ja zunehmend angefeindet, gar körperlich angegriffen werden?

Eine Großstadtanalyse zum Thema Gewalt gegen Rettungskräfte verweist trotz fehlender offizieller Datenerfassung auf zunehmendeVorkommnisse mit körperlicher Gewalt (von 650 Fällen im Jahr 2011 auf 1200 Fälle 2017). Die Studie berichtet auch, dass nachfolgende Strafverfahren vom Staatsanwalt häufig eingestellt werden, wegen mangelnden öffentlichen Interesses. Und die besonderen Einsatzlagen in München, in Berlin – aus unserem Bereich in Ludwigshafen? – sie fordern Tribut. „Die Amoklage in München und der Terroranschlag in Berlin bildeten den Auftakt der Erfahrungsberichte von besonderen Lagen,“ berichtete der Deutsche Feuerwehrverband in seiner Pressemitteilung über das 4. Symposium zum Thema „Hilfe für Helfer“ anlässlich der Messe RettMobil. „Es war nicht die Frage ob, sondern nur wann es zu einem solchen Ereignis kommen würde“,… „Die Einsatzkräfte waren hoch belastet: durch eigene Todesangst und Überforderung, eine unklare Lage, Presseanfragen und sogar körperliche Angriffe von Betroffenen, deren Angehörigen die Feuerwehr nicht mehr helfen konnte“, berichteten Beteiligte an dem Geschehen. So massiv sind die Auswirkungen, dass schon die Frage aufkommt: „Ist die Einsatzstelle sicher?“

Und die Helfer selbst? In den genannten Fällen hat man, so wird berichtet, „für die psychosoziale Notfallversorgung auf vorbereitete Konzepte zurückgegriffen um damit zumindest eine Grundstruktur aufbauen können.“ Festzuhalten ist: Die Betroffenen funktionieren in der Regel ja noch in der jeweiligen Situation – das bisher Vorbereitete und Vorgehaltene scheint aber nicht mehr zu reichen. Die Ereignisse hören nicht mit dem Einrücken auf die Wache auf. Nachwirkungen halten neben den Verletzten und den Trauernden auch bei den Einsatzkräften an. So einfach weitermachen, das geht dann nicht. Persönliche Betroffenheit, offene Enden im ganz persönlichen „Damit-Umgehen“ schreien nach Präventionsmaßnahmen, Ausbildung, Technik, Nachsorge, Öffentlichkeitsarbeit. Es ist gut, dass der Deutsch Feuerwehrverband sich des Themas mit seiner Aktion
„Hilfe für Helfer“ annimmt – immer schön geradeaus….

Stetes Wanken, steigende Unsicherheit, zunehmende Ängste - was kann man schon als einzelner Mensch dagegen tun? Nichts, so die spontane, unreflektierte Antwort aus dem Bauch heraus. Aber sind wir wirklich so hilflos? Ist die Lage wirklich so verheerend? Natürlich nicht. Ein Blick in langfristige Entwicklungen genügt, um eine klare Verbesserung der weltweiten Wirtschafts- und Entwicklungssituation etwa im Vergleich zu den siebziger und achtziger Jahren zu erkennen. Wenn wir es auch noch immer nicht geschafft haben, weltweit Hungersnöte durch bessere Verteilung zu verhindern, wir selbst klagen auf hohem Niveau. Und mit dem technischen Fortschritt eröffnen sich immer neue Lösungen für Probleme. Klar: Es gibt auch neue Risiken und neue Verwerfungen, aber die grobe Richtung stimmt. Wem dies zu abstrakt ist, zu weit weg von der persönlichen Erfahrung, der fasse sich an die eigene Nase: Wo verbringen wir unser Leben? Ganz profan: Zu Hause und auf der Arbeit. Deswegen liegt es auch zu einem großen Teil an jedem Einzelnen selbst, Einfluss auf seine eigene Lebensumgebung zu nehmen und diese mitzugestalten. Zum Beispiel, indem man sich engagiert. Ehrenamtlich. Ob im Verein um die Ecke, im Verband von Gleichgesinnten oder im eigenen Betrieb. Beispiel gefällig? Auch im WFV-D geht es um Engagement. Erst durch eine gute und effektive Mitarbeit des Einzelnen und durch Bündelung der Kräfte besteht Gestaltungsmacht. Schließlich ist es ganz einfach:
er mitgestalten will, muss mitarbeiten. Denn nur wer mitmacht, ist auch wirklich mittendrin!

Veränderungen überall, auch im WFV-D. Verdiente Kollegen werden bald abdanken – die Suche nach Mitstreitern wird drängender. Über Entwicklungen werden wir natürlich zeitnah und geordnet berichten. Hier ergeht als Erstes der Aufruf um Mitarbeit in die Republik. In guter Sitte wollen wir uns sortieren und erneut über Auftritt und Strategie nachdenken, im Sinne des Leitwortes also geradeaus denken. Vorweg soweit: Die kollektive Interessenvertretung halten wir für effektiver als die Vertretung durch die eigene Person. Entschlossen, aber konstruktiv, sachlich und ergebnisorientiert – so wollen wir die Interessen unserer Unternehmen vertreten. Diese unsere Interessenten wollen und müssen wir mehr beteiligen. Wie heißt es in der Satzung: „… der Bundesverband Betrieblicher Brandschutz Werkfeuerwehrverband Deutschland ist Interessenverband der Unternehmen…“.
Wir brauchen dazu aber auch ihre Unterstützung. Dazu passt, dass es seit Februar 2017 einen Arbeitskreis Brandschutz im Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) gibt, in den Vertreter aus unseren Kreisen berufen wurden. Kollektive Interessenvertretung ist dann besser als die Vertretung durch die eigene Person. Sie ist eine Antwort auf stetes Hin und Her.

Es gibt noch weitere Themen, die uns zwingen, im Kabbelwasser des Hin und Her und Auf und Ab immer die Linie im Auge zu behalten. Das Wichtigste dabei ist, dass sich alle Mitglieder des Verbandes angesprochen fühlen, mitzutun und mitzugestalten. Hier konkret: Wir suchen Mitgestalter in den Arbeitskreisen, wie z.B. im Fachbereich Normungsarbeit, der im Heft einen Appell dazu ausspricht.

 

Ihr Raimund Bücher

 

 

 

 

Berufsausbildung Werkfeuerwehrfrau Werkfeuerwehrmann

Ihre Ausbildung - Ihre Zukunft


Die feuerwehrtechnische Ausbildung

Hier wird das Grundwissen für den Einsatz als Werkfeuerwehrmann/Werkfeuerwehrfrau vermittelt.
Dieser Ausbildungsabschnitt gliedert sich in eine feuerwehrtechnische Grundausbildung,
Wachpraktika auf einer Feuerwache und einen rettungsdienstlichen Teil.

Wer schon begonnen hat, hat bereits die Hälfte getan. Darum sei weise: Beginne!

Die erste Ausgabe 2017 des Standpunktes steht an und wenn er erscheint, wird der neue Zeitraum schon zu einem Viertel vergangen sein. Dass wir – die Redaktion und der Verfasser des Standpunktes - Ihnen, geneigter Leser, zum Beginn des Jahres alles erdenklich Gute wünschen, darf mit Recht angenommen werden. 

Nun haben wir also schon begonnen und gemäß des gewählten Sinnspruchs haben wir damit die Hälfte schon getan. Was zu beweisen wäre.

 

Brandschutz 4.0

Vielfach angekündigt und mit Spannung erwartet, fand im Januar 2017 das WFVD-Symposium zum Thema Brandschutz 4.0 statt. Die Organisatoren der Veranstaltung hatten ein buntes Programm gestrickt. Eine illustre Schar von Referenten stellte sich der Frage: Wie ist der Brandschutz in den industriellen Umwälzungen neu zu bewerten? Und ich meine äußern zu dürfen, die Erwartungen wurden erfüllt. So viel sei an dieser Stelle gesagt: Wenn auch einige Vorträge neue Erkenntnis brachten – am Ende bleiben immer noch Fragen, wie die 4. Industrielle Revolution sich tatsächlich auswirken wird. Angesichts der verständlichen Unsicherheit, was die Zukunft dann wirklich bringt, haben wir die Diskussion eröffnet und damit sicher weise gehandelt.
Wer konkrekte Antworten will, mag Trost finden bei Georg Christoph Lichtenberg: „Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen, es muss anders werden, wenn es gut werden soll.“ Das Thema wird uns sicher weiter beschäftigen.

 

Brandschutzfilme

Worum geht es?
 
Im Vorschriftenwerk sind für Betriebe regelmäßige Brandschutzunterweisungen vorgeschrieben. Jedoch wird die Wirksamkeit dieser Unterweisungen maßgeblich von der Qualität der Unterweisungsunterlagen, der Art der Wissensvermittlung und dem Einsatz geeigneter Materialien und Methoden geprägt.
So sind Medien wie Brandschutzfilme, PowerPoint-Präsentationen und praktische Übungen mit Handfeuerlöschern sowie Räumungsübungen allgemein anerkannte Bausteine im Rahmen der betrieblichen Brandschutzprävention. Die Erstellung und Erarbeitung dieser Mittel sind für die Durchführenden zeitaufwändig und mitunter auch kostenintensiv. Die Qualität der Unterweisungsunterlagen ist stark vom Wissensstand, den computertechnischen Umsetzungsfähigkeiten und den vorhandenen Möglichkeiten abhängig.
 
Wie findet der Verantwortliche für Brandschutz, der/die Brandschutzbeauftragte oder der Feuerwehrausbilder für seine/ihre Zwecke einfach und schnell den geeigneten Film und/oder die geeignete Unterweisungsunterstützung?

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